Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang

 

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muß man leben.

Mascha Kaléko

Ein Gedanke zu „Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang“

  1. Es gibt Wesen, die treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile.
    Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.
    Die, die wir lieben, gehören uns nicht.
    Wann sie gehen, entscheiden wir nicht.
    Wir entscheiden nur, ob wir die Erinnerung als verbleibendes Geschenk annehmen wollen.

    Morten wird immer in unserer Erinnerung bleiben
    Arne und Helgard

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